Ratgeber Fibromyalgie
Informationen für Betroffene und Interessierte
Fibromyalgie: Therapie
Bislang ist es Medizinern nicht gelungen, Fibromyalgie mithilfe einer kausalen Therapie zu heilen, da die Ursachen, die zu der Erkrankung führen bis jetzt nicht gänzlich erforscht sind. Die Therapie der Fibromyalgie setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen, mit deren Hilfe die Erkrankung zwar nicht geheilt, die Symptome jedoch gemildert und damit die Lebensqualität der Patienten gesteigert werden kann.
Eine wesentliche Komponente des Therapieprogramms stellen Patientenschulungen und verhaltenstherapeutische Betreuungsangebote dar. Bei einer kognitiv-verhaltenstherapeutischen Schmerztherapie beispielsweise können Patienten Techniken erlernen, die es ermöglichen, Schmerzen zu vermeiden oder mit dem Schmerz besser umzugehen. Darüber hinaus haben manche Patienten gute Erfahrungen mit der Anwendung von Entspannungstechniken zum Stressabbau (z. B. Autogenes Training oder progressive Muskelrelaxation) gemacht. Ebenfalls in der Therapie enthalten sein sollte ein angemessenes Ausdauertraining, z. B. durch Radfahren oder Schwimmen. Es ist jedoch empfehlenswert, dies mit dem Arzt abzustimmen, um Schmerzen durch die sportliche Aktivität zu verhindern.
Außerdem können zeitlich befristet bestimmte Medikamente eingesetzt werden, um die Fibromyalgie zu behandeln. Verwendet werden können hierbei u. a. Analgetika und Antidepressiva, mit deren Hilfe die Schmerzsymptomatik und auch eventuell vorhandene Schlafstörungen gebessert werden können. Insbesondere selektiv auf bestimmte Neurotransmittersysteme einwirkende Antidepressiva wie Noradrenalin-Serotonin- bzw. Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer kommen zur Anwendung. Auch Präparate aus der Gruppe der Antikonvulsiva können in der Behandlung der Fibromyalgie eingesetzt werden.
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