Ratgeber Fibromyalgie
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Fibromyalgie: Ursachen und Entstehung
Bis heute wissen medizinische Forscher nur sehr wenig über die Ursachen, die zur Entstehung der Fibromyalgie führen. Derzeit gehen Wissenschaftler davon aus, dass genetische Faktoren eine Rolle spielen könnten.
Gestärkt wird diese Hypothese dadurch, dass einige Fibromyalgie-Patienten einen nahen Verwandten haben, der ebenfalls an der Erkrankung leidet. Außerdem konnten Veränderungen im Erbmaterial von Betroffenen gefunden werden, die u. a. ein Gen betreffen, dessen Genprodukt die Schmerzwahrnehmung steuert. Mithilfe der funktionellen Kernspintomografie untersuchte man die Schmerzverarbeitung im Gehirn von Menschen mit Fibromyalgie und fand auch dabei einen Unterschied zwischen dem Schmerzempfinden von Fibromyalgie-Patienten von dem eines gesunden Menschen. Darüber hinaus könnte die hohe Prävalenz der Erkrankung bei Frauen ein Indiz für eine genetisch bedingte Krankheitsursache sein. Außerdem fand man Hinweise auf Störungen im Dopamin-, Serotonin- und dem Wachstumshormon-System sowie in der Schlafphysiologie.
Auch die Suche nach auslösenden Faktoren konnte bislang keine eindeutigen Forschungsergebnisse liefern. Bisher schließt man nicht aus, dass physische Traumata wie beispielsweise eine Verletzung der Halswirbelsäule eine Rolle spielen könnten. Ein eindeutiger Kausalzusammenhang zwischen einem solchen Ereignis und der Entstehung eines Fibromyalgie-Syndroms konnte jedoch bislang nicht hergestellt werden. Virale oder bakterielle Infektionen scheinen nach neuesten Erkenntnissen keinen Einfluss auf die Krankheitsentstehung zu haben.
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