Ratgeber Fibromyalgie
Informationen für Betroffene und Interessierte
Fibromyalgie: Symptome und Diagnose
Das Hauptsymptom der Erkrankung sind starke chronische Schmerzen v. a. in der Muskulatur und in den Sehnenansätzen. Körperliche und geistige Erschöpfung, Steifigkeitsgefühle in Händen oder Füßen, Magen-Darmbeschwerden (z. B. Reizdarm), Depressionen oder Schlafstörungen können als Begleitsymptome der Erkrankung auftreten. Durch die anhaltende seelische und körperliche Belastung aufgrund der ständigen Schmerzen ist es für Fibromyalgie-Patienten teilweise sehr schwer, ihr Leben zu genießen.
Bislang ist es nicht möglich, Fibromyalgie mithilfe apparativer Methoden wie Röntgen, Computertomografie oder Magnetresonanztomografie oder durch labordiagnostische Verfahren nachzuweisen. Zur Diagnose werden daher in der Regel die vom American College of Rheumatology (ACR) herausgegebenen Kriterien verwendet. Patienten, die drei Monate oder länger an chronischen Schmerzen in mindestens drei Körperregionen leiden, sollten auf das Vorliegen einer Fibromyalgie untersucht werden.
Zentrales Kriterium sind 18 Triggerpunkte (sog. „tender points“), die bei Fibromyalgie auf Fingerdruck Schmerz hervorrufen, während bestimmte Kontrollpunkte keinen Schmerz auslösen. Mindestens 11 der 18 Triggerpunkte sollten für eine Fibromyalgie-Diagnose laut ACR schmerzhaft sein. Einige Mediziner erachten jedoch auch bereits sechs oder weniger schmerzempfindliche Druckpunkte als hinreichendes Diagnosekriterium. Dies wurde in der im Jahr 2008 erschienenen Leitlinie berücksichtigt, die von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Schmerztherapie (DIVS) in Zusammenarbeit mit mehreren Fachgesellschaften erarbeitet wurde. Wichtig ist im Rahmen der Diagnose auch zu untersuchen, ob eventuell andere Erkrankungen mit einem ähnlichen Beschwerdebild (z. B. Depressionen, Kollagenosen oder das Chronic Fatigue Syndrom) für die Symptome verantwortlich sein könnten.
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