Ratgeber Fibromyalgie

Informationen für Betroffene und Interessierte

Fibromyalgie

Fibromyalgie ist eine Erkrankung, die durch starke Muskel- und Sehnenschmerzen charakterisiert ist, zu denen Begleitsymptome wie Müdigkeit, Depressionen, Angststörungen und Magen-Darmprobleme hinzukommen können.

Die Bezeichnung Fibromyalgie setzt sich aus dem lateinischen Wort für Faser (fibra), aus dem griechischen Wort myos, das Muskel bedeutet, und algos, dem griechischen Wort für Schmerz zusammen. Zunächst nahmen Mediziner an, die Erkrankung beruhe auf einem entzündlichen Prozess und verwendeten daher den Namen Fibrositis (-itis = entzündliche Krankheit). Nachdem zu Beginn der 1980er-Jahre jedoch feststand, dass keine entzündlichen Prozesse am Krankheitsgeschehen beteiligt sind, wurde Fibrositis durch Fibromyalgie ersetzt. Da es sich um eine Erkrankung mit vielfältigen Symptomen handelt, wird häufig auch vom Fibromyalgie-Syndrom gesprochen.

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Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie schätzt, dass weltweit rund 0,5 bis 5 % der Bevölkerung an Fibromyalgie erkrankt sind. Für Industriestaaten wird eine ungefähre Prävalenz von ca. 2 bis 3 % angenommen. Für Deutschland ergäbe dies eine Zahl von rund zwei Millionen Betroffenen. Am Fibromyalgie-Syndrom leiden aus bisher ungeklärten Gründen deutlich mehr Frauen als Männer. Erste Anzeichen der Erkrankung können sich im Alter zwischen 29 und 37 Jahren zeigen. Bei vielen Betroffenen vergehen bis zur Diagnose der Erkrankung jedoch einige Jahre, sodass viele Fibromyalgie-Patienten zum Zeitpunkt der Erstdiagnose rund 34 bis 53 Jahre alt sind.

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Fibromyalgie-News von Curado.de

  • Leitliniengerechte Therapie
    Die 183 Seiten umfassende Leitlinie gibt Empfehlungen zu Diagnose und Therapie der Fibromyalgie und ist für Arzt und Patient gleichermaßen eine Hilfestellung. Wichtigstes Entscheidungskriterium für oder gegen eine Empfehlung ist dabei die größtmögliche Evidenz – d. h., dass durch statistische Verfahren die Wirksamkeit nachgewiesen sein muss.
  • Frauen leiden anders
    Frauen leiden viel häufiger als Männer an von Schmerzen dominierten Erkrankungen wie Migräne oder Fibromyalgie ("Muskelrheuma"). Ärzte berücksichtigten aber noch zu wenig, dass Therapien bei ihnen anders wirken als bei männlichen Patienten, kritisiert der Wiener Schmerzforscher Professor Hans-Georg Kress im Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber".
  • Offenbar Zusammenhang zwischen Kindesmisshandlung und CFS-Erkrankung
    Wer als Kind misshandelt wurde, erkrankt später offenbar eher an Leiden wie dem chronischen Müdigkeitssyndrom (CFS) oder Fibromyalgie. Dies ergab eine Studie von Wissenschaftlern der Universität von Toronto, die im Fachblatt "Journal of Aggression. Maltreatment and Trauma" veröffentlicht wurde.
  • Die unsichtbare Krankheit - Hohe Dunkelziffer bei Fibromyalgie-Syndrom
    Der Feind ist unsichtbar. Er lauert im ganzen Körper und verursacht unterschiedliche Beschwerden. Die Betroffenen sehen gesund aus. Das Heimtückische daran ist, dass auch die Ärzte nichts finden: Nicht im Blut, nicht im Röntgenbild ist Fibromyalgie nachzuweisen.